Fragmentierte Gesundheitsinformationssysteme und eine unzuverlässige technische Infrastruktur erschweren es Gesundheitseinrichtungen in vielen Regionen, Patient:innendaten für evidenzbasierte Entscheidungen zu nutzen. Das Projekt 2ReDIF-Health begegnet dieser Herausforderung mit dem Aufbau einer resilienten digitalen Infrastruktur für föderierte Gesundheitsdatenanalysen, die auch bei instabilen Internetverbindungen und Stromausfällen zuverlässig betrieben werden kann.
Unter der Leitung von Dr. Adnan Jouned und in Zusammenarbeit mit dem Kilimanjaro Clinical Research Institute (KCRI, Tansania) sowie dem Rwanda Biomedical Centre (RBC) werden an beiden Partnereinrichtungen das OMOP Common Data Model und die OHDSI Broadsea-Plattform implementiert.
Das Projekt startete im Juli 2026 und läuft bis Mitte 2028. Neben der laufenden Zusammenarbeit sind mehrere Vor-Ort-Besuche geplant. Im Rahmen des Projekts unterstützt das Team der MedUni Wien den Aufbau der technischen Infrastruktur, schult lokale Forscher:innen und führt gemeinsam mit den Partnerinstitutionen eine föderierte Pilotstudie auf Basis synthetischer Daten durch. Ziel ist es, nicht nur eine nachhaltige Plattform für föderierte Gesundheitsdatenanalysen zu etablieren, sondern auch die lokale Forschungskompetenz zu stärken und das Netzwerk von OHDSI Austria durch neue Partnerschaften in Ostafrika zu erweitern.
Weiterführende Informationen zum Projekt sind auf der Website des OeAD verfügbar: 2ReDIF-Health (OeAD-Projektseite).